Ehingen. Mit allen 28 Stimmen wurde Stephanie Ullmann nach zwei Jahren im Amt als Ortsvorsitzende der CDU Ortsverband Ehingen/Gamerschwang erneut gewählt. Bürgermeister Oliver Klumpp, Andreas Seifert und Ex-MdB Heinz Wiese bleiben ihre Stellvertreter. Auch Edwin Maucher als Kassierer und Ben Knab als Schriftführer/Pressesprecher wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die bisherigen Beisitzer Otto Gräter, Marc Gröber, Peter Groß, Johannes Heckenberger, Günther Knab, Roland Mantz, Heinz Seiffert und Thomas Sontheimer bleiben im Vorstand. Neu als Beisitzer wurden Stefanie Knab und Moritz Halder gewählt. Alexander Baumann und Peter Bausenhart bleiben Kassenprüfer.
Kemmer bezeichnete die Landtagswahl am 8. März als eine entscheidende und historisch bedeutsame Wahl. Sie warnte vor einer Zunahme globaler Krisen und wies auf die Entführung von Nicolás Maduro aus Caracas durch Donald Trump hin, bei der über 100 Menschen starben. Sie erklärte: „Vieles, was wir als gesetzt angesehen haben, ist nicht mehr gesetzt.“
Zudem thematisierte sie die außenpolitischen Herausforderungen und merkte an: „Bundeskanzler Friedrich Merz wäre froh, wenn er nicht so viele außenpolitische Themen hätte.“ Kemmer lobte den Kanzler für seine internationale Anerkennung, wies jedoch auf innenpolitische Baustellen hin. In Bezug auf Migration hob sie die Erfolge von Innenminister Alexander Dobrindt hervor, insbesondere die Wirkung von Grenzkontrollen, die einen Rückgang um 60 bis 70 Prozent bei den Zugangszahlen bewirkt hätten. Zudem werde im Innenministerium intensiv an Rückführungen, auch in Länder wie Afghanistan und Syrien, gearbeitet. Diese beträfen vorrangig Straftäter, jedoch nicht ausschließlich. Kemmer lobte Dobrindt für dessen konsequente Haltung.
Die Wiedereinführung der Agrardiesel-Vergünstigung und die Möglichkeit, Wölfe im Jagdrecht zu entnehmen, bewertete Kemmer als wichtige Schritte für den ländlichen Raum. Auch die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie und die Förderung des Ehrenamts durch eine Erhöhung der Übungsleiterpauschale begrüßte sie. Sie hob hervor, dass seitens der Bundesregierung an vielen Stellen „geräuschlos geliefert“ werde.
Zudem betonte sie die Bedeutung von Maßnahmen zur Stärkung des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes sowie die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands im Kontext des Wehrdiensts. In Bezug auf die Bürgergeldreform betonte sie die Bedeutung der Wirtschaft: „Ohne Wirtschaft ist alles nichts.“ Sie betonte, dass die Wirtschaft im Jahr 2026 „wieder anlaufen“ müsse, und kritisierte die bisherigen Maßnahmen als unzureichend. Besonders scharf wandte sie sich gegen Aussagen von Arbeitsministerin Bärbel Bas, die sie als „Beschimpfungen der Arbeitgeber“ bezeichnete. Kemmer forderte eine leistungsfreundliche Politik und sprach sich gegen die Einführung einer „notenfreien Schule“ aus.
Sie zeigte sich überzeugt, dass Baden-Württemberg als Exportland auf Unternehmen wie Liebherr und Tries angewiesen sei, und erklärte: „Die AfD ist nicht wählbar, ihre Ansätze bedeuten das Grab für Unternehmen wie diese.“ Die CDU habe das Ziel, den Ehinger Landtagsabgeordneten Manuel Hagel zum Ministerpräsidenten zu machen. Ullmann ergänzte: „Dieses Jahr müssen wir Gas geben.“ Ab dem 31. Januar werde die CDU mit einem Stand auf dem Ehinger Wochenmarkt präsent sein.
Michael Mouratidis, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion, berichtete aus dem Ehinger Gemeinderat. Er zeigte sich erfreut über die 20 Sitze der CDU und erklärte, dass der städtische Haushalt im Dezember verabschiedet wurde. Trotz eines Defizits von neun Millionen Euro bleibe die Stadt bis mindestens 2029 schuldenfrei und investiere stark. 25 Millionen Euro seien für Bildung, Schulen, Kindertagesstätten, Sportanlagen, Infrastrukturmodernisierung und Digitalisierung vorgesehen.
Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann, der Mitglied des Kreistags ist, berichtete über den diesjährigen Haushalt des Alb-Donau-Kreises in Höhe von 381 Millionen Euro. „Zum vierten Mal in Folge weist der Haushalt ein Defizit auf“, erklärte Baumann. Trotz einer Erhöhung der Kreisumlage um zwei Prozentpunkte konnte dies nicht verhindert werden.

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